Ex.CE.L Unternehmensberatung und Arbeitsschutz
Ingenieur- und Sachverständigenbüro
Dipl.-Ing. (mult.) Mario Kräft

Leitender Sicherheitsingenieur
Beratender Ingenieur
Sachverständiger für Explosionsschutz

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Temperaturklassen

Zum Betrieb eines Betriebmittels in einer explosionsfähigen Atmosphäre muss seine maximal auftretende Temperatur unterhalb der Zündtemperatur des Gemisches bleiben.

Zur praxisgerechten Beurteilung sind daher Temperaturklassen definiert, in welche dieelektrischen Betriebsmittel entsprechend der maximal erreichbaren (Oberflächen- oder Betriebs-)Temperatur einzuteilen sind. Stoffe und deren Gemische werden entsprechenden Temperaturklassen (T1 bis T6) zugeordnet .

Bei der Festlegung der Temperaturklasse von Betriebsmitteln ist die maximal zulässige Umgebungstemperatur zu beachten, da diese einen Einfluss auf die erreichbare Gerätetemperatur hat. In den jeweiligen Normen ist festgelegt, welcher Sicherheitsabstand zwischen Flammpunkt und der Gerätetemperatur einzuhalten ist (in der Regel 75 K unterhalb des Flammpunktes).

Für Stäube wird die Zündtemperatur für eine Schicht (A-Wert) und eine Wolke (B-Wert) ermittelt. Die zulässige Oberflächen-Grenztemperatur wird berechnet aus dem Miniumum der beiden Werte (A −75 K) oder zwei Drittel des B-Wertes.

Temperaturklassen
Temperatur-
klasse
maximale Temperatur Stoffbeispiele
T1 450 °C Kohlenmonoxid, Methan, Propan, Wasserstoff
T2 300 °C Acetylen, Cyclohexan, Ethylen
T3 200 °C Diesel, Benzin, Schwefelwasserstoff
T4 135 °C Acetaldehyd, Ethylether (keine weiteren Stoffe)
T5 100 °C Kohlenstoffdisulfid
T6 85 °C ausschließlich Schwefelkohlenstoff

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